Die Fahnen des Vereins


Ob für die Jahre bis 1920 in Lankern eine Schützenfahne mitgeführt wurde, ist nicht überliefert. 1922 ließ sich der Junggesellen-Schützenverein Lankern von der Fahnenfabrik Bernhard Richter aus Köln ein detailliertes Angebot über eine Fahne erstellen. In wohlgesetzten Worten preist die Firma ihre Produkte an und bittet zum Schluss des Briefes vom 15. September 1922: "Ich darf Sie wohl noch erg. Bitten, mir nach getroffener Wahl meine Muster und Entwürfe güt. retournieren zu wollen, da dieselben für mich ziemlich wertvoll sind."

Dieses und ein weiteres Schreiben vom 5. Dezember 1922, welches an Hermann Weyers in Lankern Nr. 8 gerichtet ist, sind dem Verein im Original erhalten geblieben und zeugen vom Kauf der ersten Fahne. Wie aus diesem Schreiben ersichtlich ist, bezahlte man damals mindestens 43.500 Mark für eine Fahne in der Größe 110cm². Auf den ersten Blick eine hohe Summe. Aber durch die innenpolitischen Schwierigkeiten war das Geld zur damaligen Zeit durch die Inflation entwertet worden.


Die Fahnenweihe fand im folgenden Jahr -1923- auf dem Hof Ernsten statt. Diese Fahne hat den Zweiten Weltkrieg im "Krüllenkeller" der Schreinerei Görkes unbeschadet überstanden. Sie ist in der Vitrine in der Gaststätte Ridder dauerhaft ausgestellt und wird nur noch zu besonderen Anlässen im Schützenzug mitgeführt.
St. Ludgerus Schützenverein Lankern
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